Campingplatz in Österreich statt „all inclusive“ irgendwo in der Ferne. So dürfte in diesem Jahr der Sommerurlaub vieler Österreicher aussehen. Bedingt durch die Corona-Pandemie kann vieles nicht wie geplant stattfinden. Die Ferienreise wird also anders, aber nicht weniger schön. Denn auch im eigenen Land oder im nahen europäischen Ausland kann der Urlaub im Sommer ein echtes Highlight werden. Vielleicht auch, weil der Familienhund mit von der Partie sein kann. Wir geben dazu nützliche Tipps für das Reisen mit Hund.

Mittlerweile ist es zum Glück nicht nur auf Campingplätzen, sondern auch in Hotels, Ferienresorts und Ferienwohnungen häufig gestattet, den Vierbeiner mitzubringen. Natürlich muss das bei der Buchung der Unterkunft für den Urlaub unbedingt angegeben werden. Hunde entdecken gerne Neues. Für sie ist die Hauptsache, dass sie bei ihrer Familie sein können. Wichtig ist aber, dass die Art der Reise für Hunde geeignet ist. Weder Hin- und Rückreise, noch der Aufenthalt vor Ort, darf für Hunde Stress bedeuten oder gefährlich sein!

Ein gemeinsamer Urlaub in sehr heiße Länder oder in Länder, in denen die Gefahr groß ist, dass Hunde sich mit Krankheiten infizieren können, ist grundsätzlich nicht unbedingt ratsam. Auch ein Kletterabenteuer ist für den Hund, im Gegensatz zum gemütlichen Wandern, vermutlich nicht die richtige Wahl. In diesem Fall sollten die Vierbeiner besser bei Bekannten oder Verwandten untergebracht oder in die Obhut eines professionellen Hundesitters übergeben werden.

Welches Transportmittel für eine Reise mit Hund geeignet ist

  • Auto: Wenn es mit dem Auto in den Urlaub geht, ist das für Hunde oft kein Problem. In der Regel sind sie es bereits gewöhnt mitzufahren. Bei einer guten Sicherung im Auto und mit vielen Pausen ist dies für den Hund eine stressfreie Möglichkeit zu reisen. Achte unbedingt darauf, dass dein Hund nicht alleine im geschlossenen Auto zurück bleibt.
  • Eisenbahn: Auch im Zug dürfen Hunde dabei sein. Für ein Ticket ist hier häufig der halbe Fahrpreis fällig. Es gilt grundsätzlich Leinen- und oft auch eine Maulkorbpflicht. Daher ist es wichtig, dass sich Reisende frühzeitig über die Bestimmungen informieren und sich darauf vorbereiten.
  • Flugzeug: Wer aktuell trotz Corona mit dem Flugzeug in den Urlaub möchte, kann seinen Vierbeiner nur dann mit in die Kabine nehmen, wenn dieser sehr klein ist und in eine Transporttasche passt. Die Bestimmungen sind von Fluglinie zu Fluglinie unterschiedlich, in der Regel dürfen Hund und Tasche zusammen jedoch nicht mehr als acht Kilogramm wiegen. Ist eine solche Reise mit dem Flieger geplant, sollten sich Hundehalter vorher über die geltenden Regeln informieren. Größere Hunde müssen im Frachtraum reisen. Das ist jedoch sehr anstrengend, stressig und leider auch gefährlich.

Checkliste für eine Reise mit Hund: Das solltest du mitnehmen!

  1. Heimtierausweis mit Informationen zu den letzten Impfungen
  2. Telefonnummer der Haftpflichtversicherung
  3. Adresse eines Tierarztes vor Ort
  4. Bei Reisen ins europäische Ausland ist die Kennzeichnung mit einem Transponder bei Hunden, Katzen und Frettchen vorgeschrieben
  5. Transportbox
  6. Maulkorb (wenn nötig)
  7. Leine
  8. Hundekissen oder Körbchen
  9. Decke
  10. Spielzeug für die Fahrt und den Aufenthalt
  11. Fressnapf
  12. Kot-Tüten
  13. Handtuch
  14. Kamm und Bürste
  15. Futter und Leckerlies
  16. Reiseapotheke mit den Medikamenten, die das Tier benötigt
  17. Mitteln gegen Reiseübelkeit und Durchfall
  18. Wund- und Desinfektionsspray
  19. Tüchern zum Reinigen der Augen und Pfoten
  20. Zeckenzange
  21. Verbandsmaterial

Sicherheit auf der Reise

In jedem Fall sollten Hunde spätestens zur Urlaubszeit registriert werden wie beispielsweise im Haustierregister von TASSO. Wenn ein Hund am Urlaubsort oder zu Hause bei Freunden entläuft, sind die Chancen groß, dass der Hund schnell zu seiner Familie zurückkehren kann, wenn die Daten des Transponders, den es unter der Haut trägt, zusammen mit den Daten des Tierhalters hinterlegt sind.

Titelfoto: Erlaufsee im Mariazellerland